Der Einbau eines Ölabscheiders ist einfacher als man denkt! Hier beschreiben wir schrittweise die fachgerechte Montage eines Ölabscheiders.

1. Indirekteinleitergenehmigung bei der zuständigen Behörde einholen. Hierfür werden folgende Unterlagen benötigt:
- Antragsvordruck, erhältlich bei den zuständigen Behörden
- Übersichtsplan mit Kennzeichnung des Betriebes
- Katasterauszug mit Kennzeichnung der Grundstücks
- Entwässerungsplan mit Darstellung des Leitungsverlaufs von den Anfallstellen über die Abscheideranlage bis zur Kanalisation
- Beschreibung der Waschtätigkeit
- Bemessung der Abscheideranlage gemäß DIN EN 858
- Angabe der Abwassermenge
- Bauartzulassung der Abscheideranlage
- Blockfliesschema der Entwässerung
- Sicherheitsdatenblatt der eingesetzten Reinigungsmittel

Bei der Erstellung der Unterlagen stehen wir ihnen gerne zur Verfügung

2. Genehmigung abwarten, diese wird in der Regel kurzfristig erteil.

3. Abscheideranlage bei uns bestellen.

4. Bauunternehmer mit den Arbeiten beauftragen.

5. Einbauort der Abscheideranlage festlegen. Hierbei ist zu beachten, das der Abscheider in der Nähe der Anfallstelle eingebaut werden muss. Im Idealfall liegt diese Stelle in der Nähe des Schmutzwasserkanals.

6. Die Bodenfläche wird nun aufgeschnitten und die Baugrube für die Abscheideranlage ausgehoben. Hierbei ist darauf zu achten, das die einzelnen Baugruppen verschiedene Einbauhöhen haben. Die Baugrube sollte ca. 20cm tiefer geschachtet werden, damit ein Schotterplanum hergestellt werden kann.

7. Schotterplanum herstellen und verdichten. Bitte beachten: das Planum muss waagerecht sein.

8. Abscheider mittels Kran auf das vorbereitete Planum aufsetzen und ausrichten.

9. Probenahmeschacht mittels Kran auf des vorbereitete Planum aufsetzen und ausrichten. Der Abstand zwischen Abscheider und Probenahmeschacht sollte etwa ein Meter betragen.

10. Baugrube mit geeignetem Füllmaterial bis ca. 20cm unterhalb der Rohreinführungen anfüllen und verdichten.

11. Rohrleitungen anschließen, hierbei darauf achten, das diese dicht zusammengefügt werden. Die Rohrleitungen sollten mit einem Gefälle von ca. 2% verlegt werden.

12. Wenn die gesamte Anlage einschließlich evtl. vorhandener Sandfänge angeschlossen wurde, sollte eine Druckprobe durchgeführt werden.

13. Jetzt kann die Grube komplett verfüllt und die Oberfläche wiederhergestellt werden.

14. Als letztes muss eine Generalinspektion durchgeführt werden. Fällt diese positiv aus, dann kann die Anlage bestimmungsgemäß betrieben werden.

Wir stehen Ihnen bei allen Fragen mit Rat und Tat zur Seite.

Für den Einbau von Koaleszenzabscheideranlagen gilt DIN 1999, Teil 6. Die angeführten DIN-Absätze sind besonders zu beachten.

Es dürfen nur Ölabscheideranlagen (Schlammfang und Ölabscheider bzw. Koaleszenzabscheider) mit einem gültigem PA-Zeichen des Instituts für Bautechnik (IfBt) in Berlin und mit einer statischen Berechnung einschließlich des Rißsicherheitsnachweises eingebaut werden.

Vor dem Einbau ist die Ölabscheideranlage auf Vollständigkeit der Lieferung und auf Transportschäden zu überprüfen. Beschädigte Teile dürfen keinesfalls eingebaut werden. Die örtliche frostfreie Tiefe ist einzuhalten. In der Regel ist dies die Standardzulauftiefe der Ölabscheider. Größere Tiefen werden durch Aufsetzen von entsprechenden Schacht- oder Ausgleichsringen in Kunststoffmörtel erreicht. Es ist dafür Sorge zu tragen, dass die Fugen bauseits aus ölbeständigem Material Flüssigkeitsdicht vermörtelt oder verklebt werden.

Die Behälter sind auf ein ebenes, verdichtetes Sandkiesbeet von 10cm Stärke zu setzen. Die Baugrubensohle ist für jeden Behälter waagerecht auszurichten. Falls bei nicht tragfähigem Baugrund oder dergleichen bauseits eine Fundamentplatte einebracht wird, so ist ebenfalls als Ausgleichsschicht eine Sandkiesschüttung von ca. 10cm zwischen dem Fundament und den Behältern aufzubringen, die verdichtet werden muß. Dies ist bei der Festlegung der Baugrubentiefe zu berücksichtigen.

Die Schachtabdeckung des Ölabscheiders ist so anzuordnen, dass die Verschlußgarnitur von oben bedient werden kann. Die Abdeckplatte wird gemäß den Markierungen am Behälter und an der Platte aufgesetzt. Zu- und Ablauf des Ölabscheiders nicht verwechseln! Für die Leitung von und zur Ölabscheideranlage wird ein Gefälle von ca. 2% empfohlen.

Vorsicht: ein zu starkes Gefälle in der ablaufenden Leitung kann infolge der Sogwirkung bei Vollfüllung ein Schließen des Selbsttätigen Abschlusses bewirken. Die Baugrube ist unter Berücksichtigung der einschlägigen Regeln zu verfüllen (bitte DIN 18300 beachten). Die Zu- und Ablaufleitungen dürfen nicht verschoben oder beschädigt werden. 

Für den Betrieb von Koaleszenzabscheideranlagen gilt grundsätzlich DIN 1999, Teil 6 und die örtliche Entwässerungssatzung. Beachten Sie bitte die angeführten DIN-Absätze.

Die gesamte Koaleszenzabscheideranlage ist zu reinigen. Dabei sind Bau- und Mörtelreste, Schwebstoffe oder ähnliches aus der Anlage zu entfernen. Die Anlage und alle Teile sind auf einwandfreien Zustand zu prüfen. Die Koaleszenzpatrone mit Steckschieber ist aus dem Abscheider herauszunehmen. Die Koaleszenzpatrone ist von Schwebstoffen oder ähnlichem zu reinigen. Danach ist sie einsatzbereit und in die Steckführung des Abscheiders einzustecken.

Unbedingt beachten: Sodann ist die Gesamtanlage (alle Behälter) mit Wasser so lange zu füllen, bis ein Überlauf in den Probenahmeschacht stattfindet. Bei Kompaktanlagen (Ölabscheider und Ölschlammfang in einem gemeinsamen Bauwerk) bitte unbedingt zuerst den inneren Behälter, erst dann den äußeren, befüllen!

Der Schwimmer ist am Hebebügel während des Füllvorganges hochzuziehen bzw. aus der Anlage herauszuheben (die Ventilplatte darf beim Befüllen der Anlage nicht auf dem Ventil aufsitzen). Nach dem Befüllen ist der Schwimmer in die Schwimmerführung des mit Wasser gefüllten Ölabscheiders einzusetzen. Danach ist zu testen, ob der Schwimmer mit Verschlußgestänge und Ventilplatte beweglich ist, bzw. ob er sich in Schwimmlage befindet. Wenn dies der Fall ist, ist die Anlage ordnungsgemäß befüllt worden.

Nach Auflegen aller Deckel ist die Anlage betriebsbereit. Die Ölabscheideranlage funktioniert nach rein physikalischen Vorgängen. Die chemische Behandlung durch gesonderte Zugabe von Reinigungs- und Lösungsmitteln ist nicht erforderlich und nicht zulässig. Die Überwachung per Alarmanlage ist nach DIN 1999 vorgeschrieben, wenn die Abdeckung des Abscheiders nicht um mindestens 130 mm oder um den in der DIBt- Zulassung festegelegten Wert höher liegt als das Niveau des nächstgelegenen Einlaufes. Alarmanlagen werden von uns auf alle Fälle angeraten.

Wiederinbetriebnahme
Nach jeder vorgenommen Entleerung oder Reinigung der Abscheideranlage ist der Abschnitt „Inbetriebnahme und Betrieb das Ölabscheiders“ zu beachten.

Bürozeiten

Montag - Freitag: 08.00 - 18.30 Uhr
Mittwoch: 08.00 - 14.00 Uhr
Samstag: 09.00 - 12.00 Uhr

Telefon: +49 (0) 2921 / 93 98 398

Weitere Seiten

Impressum

Datenschutz