Informationen zur Stahlauskleidung

Flächen gemäß Wasserhaushaltsgesetz (WHG)

Was ist eine Stahlauskleidung?

Bei einer Stahlauskleidung werden Teile oder die gesamte Produktionshallen im Bodenbereich mit Stahlblechen ausgelegt. Hiermit soll verhindert werden, dass produktionsbedingt wassergefährdende Stoffe in den Boden gelangen. Durch den dichten Stahlbelag können die Tropfmengen ordnungsgemäß aufgenommen und der Entsorgung zugeführt werden.

Wer braucht eine Stahlauskleidung?

Stahlauskleidungen bieten sich besonders bei bestehenden Anlagen an, bei dem der Boden nicht gemäß WHG beschaffen ist. Dies ist oft bei älteren Betrieben der Fall, die mit der Zeit gewachsen sind. Ebenso bei Gruben unter Maschinen, die in der Regel noch aus Beton ohne Nachweis der Güte gefertigt wurden. Teilweise werden ganze Hallen mit Blechen ausgelegt, um so den Boden zu schützen.

Wie wird eine Stahlauskleidung gebaut?

Wir können in den meisten Fällen während der laufenden Produktion arbeiten und diese wird nur leicht eingeschränkt. Vorhandene Maschinen werden angehoben und vorgeprüfte Bleche werden mittels Winden unter die Maschinen geschoben und platziert. Bei Schweißarbeiten wird das Produktionspersonal durch Strahlenschutzwände vor unnötiger Belastung geschützt.

Wie wird die Fläche abgenommen?

Die untereinander dicht verschweißten Bleche werden von uns zu 100% mittels Vakuumsaugglocke geprüft. Hierbei wird ein schaumbildendes Mittel auf die Schweißnaht aufgebracht, die Saugglocke aufgelegt und die Luft mit einer Vakuumpumpe abgesaugt. Hierbei kann ein Unterdruck von bis zu 800mbar erzeugt werden. Undichtigkeiten werden durch Blasen oder Schaumbildung angezeigt. 

Dokumentation - was ist das?

Für die Abnahme durch einen Sachverständigen wird eine Dokumentation angefertigt. Diese beinhaltet

- Rahmenbedingungen
- Verlegeplan
- Schweißplan
- Schweißanweisung
- Schweißfolgeplan
- Schweißerzeugnis der Schweißer
- 3.1b Prüfzeugnis der Bleche
- Prüfprotokoll der Dichtheitsprüfung
- Bescheinigung der Arbeiten
- Prüfzeugnis der Gesamtanlage mit Herstellerschild.

Diese Unterlagen werden für die Eignungsfeststellung durch die Behörde benötigt. Eine Statik ist in der Regel nicht erforderlich, weil die Stahlauskleidung vorwiegend ruhend belastet wird.

Wie läuft die Abnahme ab?

Bei der Abnahme vor Ort wird die Dokumentation überprüft und die Anlage vom Sachverständigen begangen. Die Schweißnähte werden stichprobenweise ca. 5-10% im Beisein des Sachverständigen nachgeprüft. Der Prüfbericht wird dem Betreiber und der Behörde zugeschickt.

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